Besucher- und Informationszentrum Elbschloß Bleckede 

Bauherr:                Stadt Bleckede            
Ausführung:         2001 - 2002             
LPH:                        1 - 8       
Projektkosten:     4,5 Mio. € Sanierung und Ausstellung 
Projektleitung:    Dipl.-Ing. Uwe Kleineberg
Denkmalpflege:  Bezirksregierung Lüneburg
Ausstellung:         Grafikatelier Hinz & Kunst in Zusammenarbeit mit Kleineberg Architekten        

Das Schloß Bleckede ist ein Besucher- und Informationszentrum im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue.

Die Dauerausstellung wurde in die Denkmalsubstanz des Renaissance - und Barockschlosses Bleckede eingefügt, dessen historische barocke Raumstruktur wieder hergestellt und erlebbar gemacht wurde. Die Ausstellung dient im Elbschloss-Museum dem Besucherzentrum Elbtalaue zur Vermittlung der Flusslandschaft als einzigartiger Lebensraum, der als Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue geschützt ist. Die Ausstellungsgestaltung erfolgt nach parallel ebenfalls ausge-
führter Sanierung und Umbau des Renaissance und Barockschlosses und des Schlossturmes, so dass die inhaltlich-räumliche Konzeption für die Dauerausstellung „Biosphärenreservat Elbtalaue“ mit ca. 1.100 qm in EG, OG, DG und Turm konsequent aus der Denkmalsubstanz heraus entwickelt werden konnte. Leitgedanke
der Ausstellung im Schloss ist eine inhaltlich räumliche Gesamtkonzeption, bei der sich die Bilder der Landschaft mit ihren verschiedenen Lebensräumen in den
vier Jahreszeiten zu einer „barocken“ Raumfolge unterschiedlich thematisierter Säle zusammenfügen. Die Leistungen zur Ausstellungsgestaltung umfassen den Entwurf der Ausstellungsarchitektur einschl. Medien, interaktive Ausstellungsgestaltung, Genehmigungen, Ausführungsplanung / Details, Ausschreibung und Objektüberwachung der Ausstellungsrealisierung, Koordination Wissenschaftler, Mediengestalter in Zusammenarbeit mit dem Grafikbüro Hinz & Kunst. Besonderheiten sind die Entwicklung interaktiver Ausstellungselemente wie z. B. eine Windmaschine, ein Überflutungsmodell mit Wasseraktivierung, Krafterzeugung zum Vogelflug, eine live-Kameraübertragung aus einem Storchennest sowie die Einbeziehung von baulichen Besonderheiten des Denkmals und von restauratorischen Befunden im Renaissance-Flügel als „Zeitfenster“ in die Dauer-ausstellung. Der Einbau einer Treppenanlage mit Aussichtsplattform in ein historisches Turmstumpf-Fragment aus dem 13. Jahrhundert dient als Ergänzung der Ausstellung in Form eines “vertikalen Zeitstrahls“. 
1. Platz eines beschränkten Wettbewerbs