KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Bauherr: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg / Stiftung Bayrische Gedenkstätten
Ausführung: 2006 / 2007
LPH: 2 - 8
Projektleitung: Dipl-Ing. Uwe Kleineberg
Mitarbeit: Dipl.-Ing. A. Pohl (Kleineberg Architekten)
Ausstellung: Grafikatelier Hinz & Kunst in Zusammenarbeit mit Kleineberg Architekten, Peter Wentzler
Die Dauerausstellung "Konzentrationslager Flossenbürg 1938 - 1945" wurde 2007 im Gebäude der ehem. Lagerwäscherei eröffnet. Neben Wäscherei und Heizzentrale des Lagers befand sich im Untergeschoß das "Häftlingsbad", der Ort in dem die Häftlinge ihrer Würde beraubt und zu Nummern innerhalb der KZ-Bürokratie erniedrigt wurden. Das mehrere Räume umfassende Ensemble "Häftlingsbad" ist weitestgehend in seinem originalen Zustand erhalten geblieben. Es nimmt daher einen besonderen Stellenwert im inhaltlich-räumlichen Konzept der Ausstellung und im denkmalgerechten, sensiblen Umgang der Präsentation ein.
Die Ausstellung wurde als offenes Konzept im Zeitkontext angelegt, sowohl inhaltlich wie gestalterisch. Damit wird "Erinnerung" ein Vermittlungsprozeß, der im Wandel der Entwicklung ergänzt und geändert werden kann.
Die Dauerausstellung "Lagerwäscherei" wird auf zwei räumlichen Ebenen des Baudenkmals präsentiert und beinhaltet vier Leitthemen: historischer Ort, Erinnerung, Überlebende und Täter, die durch die Ausstellungsgestaltung erlebbar werden. Der Glasboden über dem historischen Fussboden ist einerseits Schutz der Bausubstanz und zugleich Symbol für eine zweite Ebene in der Wahrnehmung des authentischen Ortes.
Die Dauerausstellungen in der Gedenkstätte Flossenbürg wurden mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.