Herzog Anton Ulrich - Museum Braunschweig

© Herzog Anton Ulrich-Museum, Claus Cordes

Bauherr:               Staatliches Baumanagement Braunschweig
Ausführung:         2013 - 2016
LPH:                        3-8
Projektkosten:     ca. 15 Mio., Gebäude und raumbildende Anbauten
Projektleitung:    Dipl.-Ing. Bert Härtl, Dipl.-Ing. Uwe Kleineberg
                                Mitarbeit: A. Pohl, Kleineberg Architekten
Denkmalpflege:  Nds. Landesamt f. Denkmalpflege, Dipl.-Ing. Cordula Reulecke
Ausstellung:         Kühn Malvezzi Architects, Berlin

 

Nach Errichtung eines Neubaus für Verwaltung, Werkstätten und Depots begann 2009 die Planung zur Sanierung und Umbau des Herzog- Anton- Ulrich Museums in Braunschweig. Dabei wurde das denkmalgeschützte Museumsgebäude mit Zwischenebenen aus den 1960er Jahren wieder in seine ursprüngliche räumliche Struktur denkmalgerecht zurück versetzt und mit moderner Sicherheits- und Gebäudetechnik ausgestattet. Im Zuge des Umbaus entstanden neben den neuen Sonderausstellungsflächen im EG durch Wiederherstellung des Ostfoyers ein großzügiger Versammlungs- und Veranstaltungsraum. Die Sonderausstellungs-räume, der Veranstaltungsraum Ostfoyer, die Gemäldegalerie und die Sammlungsräume im 2. OG sind jeweils unabhängig voneinander nutzbar. Es wurden die Planungsleistungen für Gebäude und raumbildenden Ausbau erbracht sowie die Leistungen für den Technischen Ausbau einschl. Lichtplanung, Tragwerksplanung, und Brandschutz koordiniert. Im Zuge der Herrichtung der Außenanlagen wurden auch diese Leistungen sowie die parallel stattfindende Sanierung der Museumsstraße durch die Stadt Braunschweig mit koordiniert. Die Ausstellungseinrichtung erfolgte durch Kühn Malvezzi Architects Berlin im Auftrag des Herzog- Anton- Ulrich Museums. Hierfür waren umfangreiche Abstimmungen und Koordinationen der Schnittstellen erforderlich, um mit den Ausstellungsarchitekten, den ausführenden Firmen für die Ausstellungsarchitekturen und den zuständigen Kuratoren des Museums ein einheitlich gestaltetes Gesamtkonzept umzusetzen. Weiterhin mussten die Erschließungswege im Gebäude während der gesamten Baumaßnahme für die Museumsmitarbeiter zugänglich gehalten werden, da der angrenzende Neubau des Museums in Betrieb blieb. 
Im Zuge der Grundsanierung des Herzog Anton Ulrich- Museums wurde  die Natursteinfassade des Gebäudes gereinigt, Fehlstellen und Verfugungen ergänzt, in früheren Sanierungen mit Steinersatzmasse ausgeführte großflächige Ergänzungen gegen Natursteinvierungen ausgetauscht. Die Treppenanlagen wurden in Teilbereichen aufgenommen, die korrodierten Unterkonstruktionen ausgetauscht und neu versetzt. Sämtliche Fenster wurden im Zuge der Maßnahme gegen neue isolierverglaste Fenster aus Aluminium in Anlehnung an die Teilung und Gliederung der abgängigen historischen Holzfenster ersetzt. Die abgängigen Aussentüren wurden durch sicherheitstechnisch ausgerüstete Metalltüren ersetzt, die mit einer goldglänzenden Aussenansicht auf die "Schatzkammer" aufmerksam machen. Die historischen Innentüren wurden erhalten und aufgearbeitet. Im Bereich des Foyers wurden die historischen Rabitz- und Stuckdecken gesichert und saniert. Die Farbfassungen wurden mit Kalk- Kasein- Anstrichen in Anlehnung an restauratorische Befunde durch Denkmalfachbetriebe ausgeführt. Das Farbkonzept wurde im Vorfeld unter restauratorischer Begleitung gemeinsam mit Nutzer, MWK und NLD entwickelt.